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Warnung vor Viren-Hysterie

23.07.2009 | Der britische Forscher Tom Jefferson hält die Gefahr durch Grippeviren für "systema- tisch überschätzt". Er hat zahlreiche Studien zum Thema Influenza ausgewertet - und beklagt in ei- nem Gespräch mit dem Wochenmagazin DER SPIEGEL, daß mit der Grippe-Angst nicht zuletzt Geld verdient werden soll. Derzeit grassiere weltweit eine weitgehend unbegründete Schweinegrippe-Hys- terie, beklagt Jefferson in dem Gespräch. Tatsächlich sehe er keinen grundsätzlichen Unterschied zu einer normalen saisonalen Grippewelle, sagte der Forscher.
"Ich finde es verrückt, welche Katastrophen uns Jahr für Jahr von den Grippe-Experten vorausgesagt werden. Bislang ist keine von ihnen jemals eingetroffen." Statt auf eine Impfung mit ungewisser Wirksamkeit und auf das Medikament Tamiflu zu setzen, empfiehlt Jefferson, sich regelmäßig die Hände zu waschen. Das sei nachweislich der beste Schutz vor einer Infektion.

Der Erreger der Influenza ist ein relativ harmloses Virus, das eine relativ milde Erkältungserkrankung auslöst, schreibt ein Leser der NachDenkSeiten an eben diese. Die Haupterreger in Deutschland sind dabei meistens die Subtypen H1N1 oder H3N2 der Gruppe A. Bei dem Erreger der neu erfundenen "Schweinegrippe" handelt es sich um ein altes, stinknormales allgemein bekanntes Virus, welches schon bei der so genannten Spanischen Grippe von 1918/19 der Hauptschuldige Erreger war. Daß es sich im Prinzip um das gleiche Virus handelt kann man schon daran erkennen, daß es die gleiche Be- zeichnung trägt, eben H1N1.
Wenn wirklich 7 bis 14 Tausend Menschen im Jahr an der Grippe sterben, dann ist ... unbegreiflich, daß nicht ein einziger Todesfall beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet wird ... Freilich ist das System in der Lage ca. 200 Falle an Tuberkulose und ca. 40 Fälle an Menigokokken-Meningitis Ver- strobener zu erfassen. Am Meldesystem kann es daher nicht liegen. Es werden keine Influenza-Toten gemeldet, weil es sie nicht gibt!

Wenn dem so ist, dann kann ich als Autor von "Tatort Wort" ja auch eine Geschichte zum Besten geben: In jedem Winterhalbjahr treffe ich beim Rezeptabholen immer auch irgendwann auf meinen Hausarzt der sofort versucht mir eine Grippeschutzimpfung zu verkaufen. Ich lehne immer ab mit den Worten: "Nee - Danke - ich bin doch nicht verrückt." Als ich vor mehr als 40 Jahren für BBC auf einer Erdölraffinerie zu arbeiten begann, erlebte ich mehrere Jahre hintereinander, immer im Winterhalb- jahr und immer nach der Grippeschutzimpfung für Werksangehörige, wie der Krankenstand bei diesen sich verdoppelte oder gar verdreifachte. Einige von uns BBCisten wurden dann an die Werkstätten der Raffinerie ausgeliehen. Nun kam man auf mehr als 200 Stunden Arbeitszeit. Normal waren zirka 160. Nur für die Interessierten: Der Stundenlohn lag bei 4 Mark 65 bis eben über 6 Mark. 6 Mark 10, soweit ich mich erinnere. (mat)

Pharmakonzerne machen ihr Geschäft mit der Angst. Überall Szenarien, in denen es zu Millionen Grippekranken mit entsprechend vielen Toten kommen könne. Obgleich die Schweinegrippe gegen- über der saisonalen Grippe weiterhin relativ harmlos ist, gedeihen die Ängste. Die Pandemie gesellt sich nun zur globalen Finanz- und Wirtschaftskrise und ersetzt wieder einmal die Angst vor dem Terrorismus. Die wurde auch immer nicht nur wegen der realen, in den westlichen Ländern vergleichs- weise geringen Gefahr von interessierten Kreisen gepflegt, die damit ihr politisches und kommerzi- elles Süppchen kochen konnten. Bei der Angst vor dem Terrorismus profitiert die Rüstungs- und Sicherheitsbranche. Die Grippe ist v.a. der Markt der Pharma-Konzerne, die antivirale Medikamente und Impfungen entwickeln und anbieten. So werden also antivirale Mittel und Impfstoffe en masse geordert, um sie bei Bedarf verfügbar zu haben.
Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline geht davon aus, mindestens drei Milliarden US-Dollar an der Schweinegrippe durch Impfstoffe und das antivirale Medikament Relanza zu verdienen. Pro Impfung – erforderlich sind jeweils zwei – verlangt GlaxoSmithKline 10 Dollar. Bislang wurden 195 Millionen Impfdosen bestellt. Der Verkauf von Relanza ist gegenüber dem Vorjahr um 2000 Prozent gestiegen. Der Verkauf von Tamiflu von Roche soll im ersten Halbjahr um 200 Prozent gestiegen sein. 2 Milliarden US-Dollar erwartet der Konzern an Einnahmen allein von Tamiflu dieses Jahr, drei Mal so viel wie letztes Jahr. >> Geschäft mit der Angst

Spitzenfunktionäre benennen die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise nicht

[...]
sagt Wolfgang Velten, Vorsitzender des Fachbereichs Druckindustrie und Medien in ver.di Frankfurt a.M. in einem Interwiev. Es ist die schärfste Krise seit 80 Jahren. Wir Gewerkschafter sollten wissen, auf welche Weise die Kapitalisten die Krise 1929 gelöst haben – mit Faschismus und Weltkrieg. Diese Gefahren drohen erneut. Ist erst die Phase der Kurzarbeit beendet, werden Unternehmer zu massen- haften Kündigungen übergehen. Das kann nicht einfach hingenommen werden.
Der Kapitalismus ist am Ende. Jetzt wollen die Besitzenden ihre Macht sichern und rüsten gegen uns auf. Gegen einen Einsatz des Militärs im Innern haben die Gewerkschaftstage der IG Metall und ver.di Beschlüsse gefaßt. Doch unsere Gewerkschaftsspitzen haben ausgeblendet, wie in Heiligendamm und beim NATO-Gipfel Bundeswehr, Polizei und Staatsschutz ... gesetzeswidrig gegen Demonstranten vor- gegangen sind.
Der Staat wird gesetzeswidrig umgebaut. Diese Bundespolizei dürfte es so gar nicht geben. Sie ist hervorgegangen aus dem Bundesgrenzschutz, der von alten Kräften der Nazis aufgebaut worden war. Bundeswehr und Geheimdienste mischen mit. In Manövern wird geprobt, wie man Streiks nieder- schlägt. Der Heimatschutz soll mit Reservisten der Bundeswehr ... für Ruhe an der Heimatfront sorgen. Dieser militärische Verband will sich Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz oder die Malteser untertan machen und sie befehligen. Hinzu kommt das Technische Hilfswerk (THW). Monopolisten wie BASF haben mit dem THW vereinbart, es im Betrieb einzusetzen, um so den Werkschutz auszu- weiten – falls Arbeiter aufbegehren und streiken. ...
Uns ist klar, daß man mit dem Wahlkreuz gegen Bundeswehr und Staatsumbau nichts ausrichten kann. Bei der vergangenen Bundestagswahl hatte das Volk eine Mehrheit von SPD, PDS und Grünen gewählt – und die große Koalition erhalten; Hartz-Gesetze, Agenda 2010 und Leiharbeit wurden zu unserer Spaltung und Unterdrückung eingeführt. Bundeswehroffiziere machen sich im Arbeitsamt und in Schulen breit, Jugendliche werden genötigt, Soldaten zu werden. Kollegen ahnen, daß es nicht mehr friedlich zugehen kann. Deshalb werden wir vom 13. bis 27. September vor die Betriebe fahren. [...]

20.07.2009 | >> Report Mainz Dieser im Film gezeigte Steuerfahnder war erst 45, als er zwangs- pensioniert wurde. Sein Name: Rudolf Schmenger. Alter heute: 48. Beruf: ehemaliger hessischer Steuerfahnder und das mit herausragenden Erfolgen. Seit fast drei Jahren zwangspensioniert, kalt gestellt durch ein psychiatrisches Gutachten, angeordnet von der hessischen Verwaltung. Eine inter- national anerkannte Kapazität stellt fest: Rudolf Schmenger ist psychisch kerngesund und kann unein- geschränkt den Beruf eines Steuerberaters ausüben. Wie Schmenger ist es drei weiteren Steuerfahn- dern vom Frankfurter Finanzamt V ergangen. Sie wurden zwangspensioniert nach Begutachtung vom gleichen Psychiater. Waren es Gefälligkeitsgutachten für die Finanzbehörde, um unliebsame Beamte zu entsorgen? Die Landesärztekammer Hessen läßt die Gutachten jetzt vom Berufsgericht überprüfen. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Gutachter.
Mit zum Teil wortgleichen Gutachten hat der Arzt den Steuerfahndern im Auftrag des Landes Hessen schwere psychische Krankheiten bescheinigt, die zur dauerhaften Dienstunfähigkeit der Beamten führen sollten. "Paranoid-querulatorisch" oder schlicht "anpassungsgestört" seien die Fahnder.
Ärzte der Uniklinik Frankfurt beurteilten einen Steuerfahnder als psychisch kerngesund und fanden hingegen das Gutachten des Psychiaters nicht nachvollziehbar.

Späte Erleuchtung

21. Juli 2009 | Deutschland kann sich seine Schulden durchaus leisten, sagt der belgische Ökonom Paul De Grauwe der FAZ. Die wachsende Staatsschuld sei das Gegenstück zur abnehmenden privaten Verschuldung. Sparsamkeit würde die Krise nur verschärfen. Der Anstieg der Staatsschulden ist nur die Folge der vorangegangenen Verschuldung der privaten Haushalte und der Finanzwirtschaft. In den meisten Ländern - wenn auch in Deutschland im geringeren Maße - haben die Privaten, vor allem die Banken, riesige Schuldenberge angehäuft. Jetzt in der Krise versuchen sie die Verschuldung zu ver- ringern. In Deutschland gibt es eine allzu hysterische Diskussion über das Schuldenthema. Als ob Ver- schuldung unmoralisch wäre.

Bahn-Skandale ohne Ende

Überraschung!

Stress und Chaos im Berliner Berufsverkehr - und das, weil die Hälfte der S-Bahnzüge aus Sicherheits- gründen nicht mehr fahren darf. Nun wird der S-Bahn-Verkehr in der City für zwei Wochen komplett eingestellt. Schuld sind die Bahn-Manager. Sie haben die S-Bahn für den DB-Börsengang krank ge- spart. Stern-Redakteur Hans-Ulrich Jörges redet Klartext, direkt vom Berliner Bahnsteig. Herr Jörges sagt zum Schluß: "Ich war bisher, muß ich gestehen, ein Anhänger des Börsengangs, weil ich geglaubt habe, nur dadurch kann die Bahn modern bleiben und sich Kapital verschaffen. Ich bin inzwischen da- gegen, wegen dieser Berliner Erfahrung. Ich muß einsehen, die Gegner hatten immer recht. Hier wird gespart auf Kosten der Menschen." >> Hans-Ulrich Jörges redet Klartext direkt vom Bahnsteig. Quelle: stern, 22.07.2009

Wer hat unser Geld verzockt?

>> frontal 21: Das Milliardenspiel Die Dokumentation in voller Länge: Wie die Finanzkrise entstand (Video)

Rente mit 69 plus x

21.07.2009 | Bis 2060 müßte das Renteneintrittsalter auf 69 Jahre steigen. Zudem sollte das Renten- eintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden, verlangt die Bundesbank. Die Rente mit 67 ist eigentlich schon ein Rentenkürzungsprogramm. Über die Erhöhung des Renteneintrittsalters zu phantasieren, wenn viele Menschen heute mit 50 arbeitslos sind, ist einfach pervers. Die Autoren sind offenbar Spielernaturen mit festen und guten Bezügen während der Arbeit und im Alter: Bundes- bankbeamte. Das zu sein ist ja nicht schlimm. Aber wenn es ihnen schon gut geht, sollten sie wenig- stens einen Sinn für die schlechtere Lebenslage so vieler anderer Menschen haben. (Albrecht Müller)

Thilo Sarrazin war stets ein rüpelhafter ... Typ ohne echte Kompetenz, der in seiner Zeit als Berliner Finanzsenator vor allem eines konnte: Menschen pauschal beleidigen und BILD-Schlagzeilen liefern. ... Seit seinem Abgang zur Bundesbank braucht man sich nicht mehr zu wundern, woher die die geistigen Rohrkrepierer wie die Rente mit 69 beziehen. (Oeffinger Freidenker)

Rathauszocker

21.07.2009 | In deutschen Kommunen haben Bürgermeister, Kämmerer und Gemeinderäte jahrelang einem Geschäftsmodell vertraut, das eine einzige große Geldvernichtung war: Cross-Border-Leasing. Sie verkauften öffentliches Eigentum wie Kläranlagen, Straßenbahnen oder Messehallen an einen aus- ländischen Geldgeber und mieteten es anschließend zurück. Heute wären die meisten froh, sie hätten sich nie auf solche Geschäfte eingelassen. Denn statt der erhofften Gewinne haben sie enorme Ver- luste eingefahren und die Bürger müssen nun dafür geradestehen. Keiner von denen, die den Schaden verursacht haben, soll zur Rechenschaft gezogen werden. Strafverfolger hatten es immer eilig, die Er- mittlungen einzustellen, oder sie nahmen sie gar nicht erst auf. Quelle: Wochenzeitung Die Zeit. Vor Jahren dachte die ZEIT noch ganz anders über Cross-Border-Leasing.

Wir wollen mehr

21.07.2009 | Jetzt heißt es nicht mehr "Wir wollen alles", nein, jetzt heißt es "Wir wollen mehr". Die deutschen Banken fordern eine Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes.
Unglaublich. (Albrecht Müller, NDS)
Nicht nur, daß das Casino wieder geöffnet werden soll, jetzt soll auch noch der Steuerzahler gleich mit in der Spielbank sitzen und für die Zockerpapiere haften. Daß der Staat ... am Ende für die Pleiten gerade stehen muß, reicht den Bankern offenbar nicht mehr, sie wollen ihn gleich als Sicher- heit mit ins Casino nehmen. (Wolfgang Lieb, NDS)

Man wird unseren Enkelkindern irgendwanneinmal von einer Welt-Finanzkrise erzählen, die in den Jahren 2008 und 2009 den ganzen Kapitalismus an den Rand des Abgrunds gebracht hat. Und sie werden fragen, warum sich das Geldkarussell so lange drehen konnte, ohne daß die Behörden eingriffen. Die internationalen Finanzmärkte seien außer Rand und Band gewesen, wird es heißen. Die Gier sei einfach überall gewesen - nicht nur an der Wall Street.

Milliardäre in der Krise

... Zu den Leistungsträgern, für die sich seit Helmut Kohls Kanzlerschaft 1982 und der damit verbun- denen »geistig-moralischen Wende« Leistung wieder lohnt, gehören Börsenjobber, Anlagebetrüger, Investmentbanker, Multimillionärserben, Bahn-, Telekom- und andere Vorstandsvorsitzende, Steuer- hinterzieher, Boris Becker, Dieter Bohlen – vielleicht auch der Berliner Prominentenfriseur Udo Walz oder der Schauspieler Manfred Krug. Es handelt sich um Leutchen, die viel Kraft darauf verwenden, kapitalismusgläubigen Zeitgenossen Geld aus der Tasche zu ziehen. Sie versprechen Glück und Wohlstand mit Hilfe dieser oder jener Schrottaktie oder bringen die Berliner S-Bahn zum Kollaps, lassen aus Marmeladen Obst entfernen und stellen Käse ohne Milch her. Sie bieten seit 1914/18 Ersatzstoffe und -begriffe, nennen Krieg nicht mehr Krieg und Kapitalismus soziale Marktwirtschaft. Sie senken seit 20 Jahren die Reallöhne und verkünden, »der Aufschwung kommt bei den Menschen an« – wie Angela Merkel zu Neujahr 2008. Es gilt die Methode Hütchenspiel.
Aber es gibt sie noch, die gute alte, ehrliche Ordnung. Fernab von der Sphäre der Manager, in der wegen ein paar lächerlicher Millionen Euro die Verfolgung durch den Staatsanwalt riskiert wird, in der Getümmel herrscht und häßlicher Umgangston, leben die Besitzer von Unternehmen, Aktienpaketen, Häuschen in St. Moritz und an der Côte d’Azur, von Inseln in der Karibik oder Potsdamer Stadtvier- teln. Wie einst die Adelsdynastien, die unschuldig in Weltkrieg und Faschismus hineinschlitterten, genießen unsere Milliardäre einen Status jenseits von Gut und Böse. Es gab in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie ein Gesetz, das sich gegen ihre Vermögen gewandt hätte. Sie bestimmen – ganz im Sinne der Demokratie – mal über diese, mal über jene zehntausend oder hunderttausend Arbeitsplätze. Sie machen das ideologiefrei und normalerweise fernab jeder Öffentlichkeit. Wer ab- solut herrscht, muß nicht in Bild stehen.
Nun ist Krise, und da ändert sich etwas. Frau Schaeffler ward weinend an der Seite des IG-Metall- Chefs Berthold Huber gesehen, der dem Spiegel gerade sein Kehre- und Bekehrungserlebnis schilder- te: »Im Osten habe ich gesehen, wie der real existierende Sozialismus die Menschen entmündigt hat, wie Ideologien funktionierende Strukturen zerstören können.« Nun jammert die mündige Exmilliar- därin und Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz in Bild, daß ihr nur 27 Millionen Euro verblieben sind und sie bei Aldi einkaufen gehen muß. Die funktionierenden Strukturen von VW und Porsche werden so zusammengelegt, daß zwei Milliardärsfamilien die Aktienmehrheit im geplant größten Automobil- konzern der Welt erhalten. Alles ohne Ideologie, nur mit Millionen Arbeitslosen. Aber die heißen im Jobcenter, das kein Arbeitsamt mehr ist, jetzt Kunden. Nur Milliardäre bleiben Milliardäre oder wer- den eben Multimilliardäre, wenn andere nur noch Millionen verwalten, allerdings in funktionierenden Strukturen. ... (Arnold Schölzel, jW, 21.7.09) >> Lesen?

20.07.2009 | "Ich spare, wo ich kann. Wir leben von 500 bis 600 Euro im Monat. Wir kaufen auch beim Discounter. Gemüse, Obst und Kräuter haben wir im Garten."
Die Arcandor-Großaktionärin und Milliardärin Madeleine Schickedanz in der Bild am Sonntag. (Zitat des Tages (jW)) So kann man sich auch zum Objekt für Hohn und Zorn machen. (mat)

In der Bundesrepublik geht es ungerecht zu

20.07.2009 | Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK finden rund 75 Prozent der Bundesbürger, daß es derzeit in Deutschland nicht gerecht zugeht. Und obwohl dem wohl so ist, werden diese im Herbst bei den Bundestagswahlen die gleichen Leute an die Macht hieven, die wir heute haben. Liegt das wirklich an der mangelnden politischen Aufklärung in Deutschland oder werden sie dazu gebracht?
Politische Aufklärung gibt es in Deutschland nicht oder anders ausgedrückt: sie steht erst am Anfang undzwar in den Schulen, wo Bertelsmann und die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) seit geraumer Zeit aktiv sind. Diese Aufklärung ist allerdings einseitig und absolut neoliberal.
ARD-Deutschlandtrend, das ZDF-Politbarometer und die Meinungsforschungsinstitute betreiben keine Aufklärung, sondern Meinungsmache. "Wenn am Sonntag wahlen wären, dann sähe die Sitzverteilung im Bundestag so aus.." Der Fernsehzuschauer sieht sofort, ob er zu den Gewinnern oder zu den Ver- lierern gehört und zu den Verlierern will er nicht gehören, also ändert er seine Meinung. Noch gibt es die Stammwähler, denen ist egal, was BILD und Glotze ihnen sagen wollen - nur wie lange gibt es sie noch? (mat)

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