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In eigener Sache: Am 27. September 2009 wird gewählt. Mein Entschluß steht fest: Ich werde meinen Wahlzettel ungültig machen und den Polit-Gaunern in Berlin meine Stimme nicht geben. Die gehören auf immer weggesperrt. (mat)
"Als der Sozialismus Ende der achtziger Jahre zusammenbrach, sah es
so aus, als wäre das der end- gültige Sieg des Kapitalismus. (…) Das war
aber der Durchbruch von Maßlosigkeit und Gier."
Der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter im Interview mit Spiegel online
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Jens Berger: Die Jahrhundertpleite 1. Akt Die Leitung der HRE hatte ein
Außenseiter. Georg Funke war kein Banker. Vor seinem Einstieg ins Bankgewerbe
verwaltete er Sozialwohnungen.
>>
Jens Berger: Die Jahrhundertpleite 2. Akt Finanzminister Steinbrück und
sein Abteilungsleiter Jörg Asmussen waren bis zum 15. September 2008 (die
Investmentbank Lehman Brothers kollabierte) auf Tauchstation: Nichts hören,
nichts sehen, nichts sagen!
>>
Jens Berger: Die Jahrhundertpleite 3. Akt Deutschbanker Ackermann
übernimmt und wird Krisengewinner. Der Steuerzahler muß mit fast 100
Milliarden Euro für die Verluste der HRE geradestehen und außerdem für die
erfolgversprechenden Sammelklagen der Altaktionäre aufkommen.
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU)
hat Ausbildungsprogramme in den USA besucht. Dort wurde er programmiert und
nicht nur er. Auch Angela Merkel hat scheinbar solche Programme absolviert. Die
Programme des American Council on Germany (ACG) scheinen Pflichtprogramme für
jeden aufstrebenden deutschen Politiker zu sein. Die Amerikaner brauchen
willfährige Diener und in den Staaten werden sie gemacht. Dort werden sie zu
willenlosen Kreaturen von Washington D. C. programmiert. Zu Guttenberg und
Angela Merkel machen Politik wie sie von dort verlangt wird. Ich behaupte, daß
alle dauergrinsenden deutschen Politiker das tun. Sie lachen uns, aber auch
ihresgleichen permanent aus und sagen uns so: Ihr dummen Deutschen habt ja
keine Ahnung!
Und die haben Deutsche wirklich nicht. Wer weiß denn schon, daß die Urahnen
der Blaublüter gewöhn- liche Kriminelle, Banditen waren. Sie raubten
Postkutschen aus. Aus Räuber wurden Adelige und aus Adelige wieder
Räuber.
Die Pläne von Deutschlands beliebtesten Blaublüter und Politiker -
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sehen so aus: Weiter
mit dem Lohndumping, dem Abbau des Kündigungsschutzes, der Senkung der
Umweltstandards, der Erhöhung der Mehrwertsteuer und dafür eine weitere
Senkung der Unternehmenssteuern. Die dummen Deutschen lieben ihn, ihren
gelisierten Karl-Theodor zu Guttenberg. (mat)
„Wo die Tröge sind, sind auch die Schweine!“
Arcandor wurde geplündert
16.08.2009 | Der Insolvenzverwalter von Arcandor ist erschüttert über das, was er bei dem Pleite-Konzern vorgefunden hat. "In diesem Hause gibt es wirklich nichts, was nicht anderen Leuten gehört", sagte Klaus Hubert Görg der "Welt am Sonntag". Nun prüft er rechtliche Schritte gegen Ex-Vorstände wie Thomas Middelhoff. ..tzz, tzz..
Himmel über Deutschland
11:35 16.08.2009
Über den Umweg Europa droht nun die Privatisierung der deutschen
Flugsicherung. 2012 soll es einen einheitlichen Luftraum für Zentraleuropa
geben und dann wäre das skandalträchtige Schweizer Unternehmen Skyguide mit
im Boot.
In der Nacht zum 2. Juli 2002 kollidierten nahe der süddeutschen Stadt
Überlingen ein Frachtflugzeug der DHL und eine russische Passagiermaschine in
11.000 Meter Höhe. 71 Menschen starben bei dem Unglück, 49 davon waren
Kinder. Der Luftraum auf der deutschen Seite des Bodensees wird nicht von der
deutschen DFS, sondern vom Schweizer Privatunternehmen Skyguide kontrolliert.
Eine Unter- suchung kam zu dem Ergebnis, daß massive Sicherheitsmängel bei
Skyguide zur Katastrophe geführt hatten. Durch Personalkürzungen war nur ein
einziger Lotse für den gesamten Luftraum verantwort- lich und technische
Wartungsarbeiten, die in der Unglücksnacht aus Kostengründen ohne Redundanz
durchgeführt wurden, führten zum Ausfall des bodengestützten
Kollisionswarnsystems und des Telefonnetzes der Flugsicherung.
Die Katastrophe von Überlingen war nicht der einzige schwere Fehler von
Skyguide. Im Februar 2007 kam es zu einem Beinahezusammenstoß zwischen einer
algerischen Herkules und einer kasachischen Tupolew im französischen Luftraum.
Bei Skyguide saß zu diesem Zeitpunkt ein Azubi am Kontrollpult. Erst vor
wenigen Wochen ist bekannt geworden, daß es im Mai 2007 über Schaffhausen
erneut bei- nahe zu einem Flugzeugzusammenstoß gekommen wäre. Beteiligt waren
diesmal ein Airbus A321 der Austrian Airlines und ein Airbus A341 der
chilenischen Fluggesellschaft LAN. Verantwortlich für den Beinahezusammenstoß
war Untersuchungen zufolge wieder einmal Skyguide.
Auch in diesem Jahr will Skyguide sparen. 10 Millionen Franken beim
Betriebsbudget und weitere 20 Millionen Franken bei externen Experten und dem
Personal. >>
Jens Berger Das Grundgesetz sieht vor, daß die Flugsicherung eine
hoheitliche Aufgabe ist, die – ähnlich wie die Polizei oder die
Landesverteidigung – weder privatisiert, noch an ausländische Unternehmen
delegiert werden darf.
>> Artur P. Schmidt Die Deutsche Bank hat im 2. Quartal 2009 rund 1,1 Milliarden Euro verdient, vor allem mit dem Anleihegeschäft. "Die Deutsche Bank ist ein Gewinner der Krise", hieß es sogar beim Analysehaus Independent Research. Während sich die Deutsche Bank Geld bei der EZB für 1 % leiht, verleiht sie es an Unternehmen nur noch zu 10 % und mehr weiter. Mit einer derartigen Ausbeutung kann selbst der dümmste Banker Gewinne machen.
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Bin Laden hat bis zum 11.September für die USA gearbeitet! Die ehemalige
FBI-Übersetzerin Sibel Edmonds ließ in Mike Maloys Radio-Show als Gast von
Brad Friedman eine Bombe platzen. In dem Interview sagt Sibel (Edmonds), dass
die Vereinigten Staaten während der ganzen Zeit bis zum 11. September (2001)
"enge Beziehungen" zu Bin Laden und den Taliban unterhalten hätten.
Diese "engen Beziehungen" zu Bin Laden schlossen auch seinen Einsatz
bei "Operationen" in Zentralasien ein, auch in Xinjiang (dem
Uigurischen Autonomen Gebiet) in China. Bei diesen "Operationen"
wurden Al-Qaida und die Taliban in der gleichen Weise eingesetzt, "wie wir
das während des afghanisch sowjetischen Konflikts taten", das heißt, sie
bekämpften stellvertretend für uns unsere Feinde. Sibel (Edmonds) hat schon
vorher beschrieben und jetzt in diesem Interview wiederholt, dass die Türkei
– unterstützt von Akteuren aus Pakistan, Afghanistan und Saudi Arabien –
als Erfüllungsgehilfe in diesen Prozess einbezogen war, und ihrerseits Bin
Laden, die Taliban und andere als hilfswillige Terroristen-Armee einsetzte. Die
amerikanischen "Staatsmänner", die (in Wirklichkeit) hinter all
diesen Aktivitäten steckten, wollten die Kontrolle über die riesengroßen
Energievorräte Zentralasiens gewinnen und neue Märkte für militärische
Produkte (der USA) erschließen. Die Amerikaner hatten dabei ein Problem. Sie
duften bei diesen Operationen keine Fingerabdrücke hinterlassen, um a)
öffentliche Revolten in den zentralasiatischen Ländern Usbekistan,
Aserbaidschan, Kasachstan und Turkmenistan und b) Reaktionen Chinas und
Russlands zu vermeiden. Sie fanden eine raffinierte Lösung, indem sie ihren
Marionettenstaat Türkei als Erfüllungsgehilfen agieren ließen und
gleichzeitig das Zusammengehörigkeitsgefühl der islamischen Türkei und der
anderen islamischen Staaten aus- nutzten. Die Türkei, ein NATO-Verbündeter
(der USA), genießt in dieser Region viel mehr Vertrauen als die Vereinigten
Staaten und konnte, eingedenk der Geschichte des Osmanischen Reiches, von einem
neuen türkischen Großreich mit einem bedeutend größeren Einflussbereich
träumen. Die Mehrheit der Bevölkerung Zentralasiens teilt die Geschichte, die
Sprache und die Religion mit den Türken. Die Türken ihrerseits setzten die
Taliban und Al-Qaida ein, indem sie an deren Träume von einem übergreifenden
islamischen Kalifat appellierten. Vermutlich oder sogar sehr wahrscheinlich
haben die Vereinigten Staaten über die Türken auch sehr gut bezahlt.
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Cheneys Killertruppe und das große Schweigen Die jüngsten Enthüllungen
und deren eventuelle Konsequenzen wurden von den einflussreichen Medien der USA
und auch Deutschlands mit Schweigen übergangen.
Zwei Millionen Dollar - pro Tag
14.08.2009 | Stephen Schwarzman verdiente 2008 702,4 Millionen Dollar (rund 490 Millionen Euro), wie die US-Anlegerschutzorganisaton Corporate Library am Donnerstag mitteilte. Fast die gesamte Summe ist dem Manager durch Zuteilung von Aktien beim Börsengang seiner Investmentgesellschaft Blackstone zugeflossen. Das Geld ist Schwarzman nicht von Kontrollgremien zugestanden worden, nein, Schwarzman hat es sich selbst genehmigt. Schwarzman war einer der ersten und einer der aktivsten Finanziers von George W. Bush.
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Die deutsche Lehman-Lüge Der Fall der Lehman-Bank hat Kapital und
Vertrauen vernichtet. Sagen deutsche Politiker und Bankchefs. Das ist die
Unwahrheit - und sie wissen es. Die Pleite am 15. September 2008 war nicht der
Auslöser der Entwicklung. Die Finanzhäuser hierzulande gerieten schon Jahre
zuvor in Schieflage.
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Artur P. Schmidt Filzokratie a la Paulson
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Rainer Sommer Gefährliche Drohungen der Federal Reserve
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Das Guttenbergsche Gesetz Wenn Gesetze, die die Existenz von Banken
betreffen, bis auf Punkt und Komma von Anwälten geschrieben werden, die Banken
beraten, wenn Gesetze, die die Markt- chancen von Pharmaunternehmen berühren,
die die Abgaswerte von Autos regeln, die die Gewinn- aussichten der
Textilbranche, der Tabakindustrie und der Hersteller von Hundefutter tangieren,
bis auf Punkt und Komma von Anwälten geschrieben werden, die
Pharmaunternehmen, Automobil- konzerne, Textilfirmen, die Tabakindustrie und
Hundefutter-Hersteller beraten, wenn die Arbeitszeit für die Beamten in den
Bundes- und Landesministerien verkürzt wird, weil ihre Arbeit von großen
Rechtsanwaltskanzleien übernommen wird, wenn der Kanzleramtsminister von der
Bundesrechtsan- waltskammer gestellt und von der Bundesrepublik bezahlt wird -
dann wird Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) als
Deutschlands bedeutendster Privatisierer in die Annalen dieser Republik
eingehen.
Denn dann wird ihm nicht nur gelungen sein, was noch keinem, nicht einmal den
westlichen Sieger- mächten nach dem Zweiten Weltkrieg, gelang: die
grundlegende Reform des Öffentlichen Dienstes. Er wird sogar vollbracht haben,
was niemand verlangt hatte - die Privatisierung der Gesetzgebung. (Christian
Bommarius, FR)
>> NachDenkSeiten - Die
kritische Website CDU-Wahlkampf Slogan: „Wir haben die Kraft“
Macht
Wirkliche Macht besteht darin, sie auch ungezügelt und uneingeschränkt
("Willkür" im harmlosen Fall, "Diktatur" und
"Tyrannei" im politischen) durchsetzen zu können. Das geht ... nur
via weltweite Verfügungsgewalt über Energie (zurzeit Erdöl), unbeschränkten
Zugang zu den (limitierten) Wasser- reserven und totale Verfügbarkeit über
die Nahrung - was nur über hybrides Saatgut erfolgen kann. Auf allen drei
Gebieten sind die USA führend ...
Der Irak-Krieg mit seinen 700.000 Toten und 1,5 Millionen durch die vorherigen
Sanktionen Getöteten wurde von der Bush-Administration nur deshalb
losgetreten, weil der ehemalige Vasall der USA, Saddam Hussein, nicht mehr tat,
wie er sollte, sondern im erlegenen Machtrausch eines orientalischen Potentaten
seine Ankündigung wahrzumachen drohte, sein Öl nicht mehr in US-Dollar,
sondern in Euro fakturieren lassen zu wollen. Das kam natürlich einem
Frontalangriff auf den geheiligten "Greenback" der (ehemals)
größten Wirtschafts- und (leider noch immer) auch größten Militärmacht der
Welt gleich: Man beißt nicht die Hand, die einen füttert ... Und es
bedeutete, die Weltwährung Dollar beschädigen zu wollen. Letztlich war den
Drahtziehern hinter der Marionette George W. Bush diese Androhung (die
angeblichen Massenvernichtungswaffen waren nur als Kriegsgrund erfunden worden)
gar nicht so ungelegen gekommen, denn irgend etwas hätten die USA ohnehin
unternehmen müssen, um sich den Zugang zu den reichsten Ölvorkommen der Erde
für die nächste Zeit zu sichern: Und da sich diese Ölvorräte vom Kaspischen
Meer über den Iran und Irak bis nach Saudi Arabien erstrecken, musste der
nicht mehr botmäßige Hussein eliminiert werden.
Aus demselben Grund und weil der Iran noch "im Wege" ist, wird das
nächste Angriffsziel der USA - oder Israels als des Vasallen Nr. 1 der USA,
ihr "unsinkbarer Flugzeugträger im Nahen Osten" - wohl der Iran
sein: wahrscheinlich noch 2009, wozu die - von wem wohl? - absichtlich
herbeigeführte Finanzkrise ein trefflicher Grund sein wird ... Hat doch auch
bereits Irans Ministerpräsident Mahmud Ahmedinedschad angekündigt, seine
Ölverkäufe in Euro fakturieren zu wollen. Warum sind die USA (noch und
vorgeblich!) so entschiedene Gegner des Nabuko-Pipeline-Projekts? Sollte es
wirklich Zufall sein, dass die Bush-Administration Iran als
"Schurkenstaat" an die erste Stelle gerückt hatte, gleich gefolgt
von Syrien, dem man auch eine Uranaufbereitungsanlage nachgesagt hatte, die
zwischenzeit- lich erfolgreich - von Israel - lahmgelegt worden ist?
Unvermutet hat sich plötzlich die Geopolitik in die Finanzblasenwirtschaft
gedrängt, und tatsächlich hat die Finanzblase viel, wenn nicht alles mit
Geopolitik, also Macht zu tun! Eindeutig ziehen diejenigen, die den Erdölpreis
manipulieren - und die Preise von Nahrungsmitteln wie Weizen, Soja, Raps und
überhaupt alles, was zur Produktion von Biosprit dient, obwohl die Sache mit
der "Biospritfläche" zur Rechtfertigung der hohen
Nahrungsmittelpreise hochgespielt wurde - an jenem Strang, um über die
geplanten und gezielt zum Platzen gebrachte Finanzblase endgültig an ihre
angepeilte Macht zu gelangen. Wie kräftig der Food-Sektor mit hereinspielt,
war u.a. auch daran zu erkennen, dass die US-Administration sofort nach ihrem
"Sieg" im Irak allen dortigen Bauern verbot, von den jeweiligen
Ernten Saatgut aufzubewahren. Vielmehr wurden ihnen über von der
Besatzungsmacht erlassene Gesetze Hybride aufgezwungen, um die irakische
Landwirtschaft von den US-amerikanischen Saatgutfirmen völlig abhängig zu
machen (Monsanto).
Finanzkrise - Erdölpreis - Nahrungsmittelspekulation - Hybridisierung des
Saatguts - Energiedominanz (vorläufig über die Achse Nahost-Kaspisches Meer):
eine echte unheilige Allianz und die eigentliche "Achse des Bösen"!
(prof. mag. dr. walter weiss)
In zwölf Jahren kann die weltweite Nachfrage nach Erdöl nicht mehr gedeckt werden
behauptet Claudia Kemfert, Energieexpertin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Vom Erdöl in der Tiefsee hat die Expertin noch nichts mitbekommen. Dabei wird es längst gefördert. Vor der Küste Angolas, in über tausend Meter Tiefe im Atlantik hat man riesige Erdölfelder entdeckt: 85 Milliarden Barrel werden vor der Küste Westafrikas vermutet - genug, um Deutschland 85 Jahre mit Öl zu versorgen. Experten zufolge liegt die Zukunft der Energiegewinnung – neben dem Ausbau von Solar-, Wind- und Wasserkraft – in den Weltmeeren. (mat, 120809)
>> Les
Etats semblent impuissants face au retour des bonus Frédéric Lemaître,
Le Monde am 11. August 2009: Die Ohnmacht der Staaten gegenüber der
Wiederaufnahme der Bonus-Zahlungen
Wer Bernard Madoff liebte, wird Andrew Hall bewundern, der nicht im Gefängnis
landete und heute die Wahl hat zwischen seinem an das Weiße Haus erinnernden
Palast in Connecticut und seinem 1000 Jahre alten Schloss in Deutschland.
Dieser Star-Trader der Citigroup-Bank hat niemanden betrogen und verlangt
zurzeit von seinem Arbeitgeber nur die Kleinigkeit von 100 Millionen Dollar
Boni, auf die er durch seine von ihm eingefahrenen Profite ein Anrecht hat.
Problem 1: Hall und Kollegen können sich sehr leicht als geniale Trader
verkaufen, erhielten sie doch im letzten Winter 45 Milliarden Dollar
Staatshilfe - durch die eigentlich auch der amerikanische Steuerzahler eine
Honorierung seines Engagements verlangen kann. Problem 2: Hall verdiente durch
Ölspekulation Millionen Dollar für seine Bank. Über den spekulativ erhöhten
Ölpreis hat wiederum der Durchschnittsamerikaner im Jahr 2008 indirekt Halls
Bankprofite mitfinanziert. Hall steht exemplarisch für das Problem, mit dem
westliche Regierungen zurzeit konfrontiert werden. Einerseits müssen sie vor
ihren Wählern über Milliarden öffentlicher Gelder Rede und Antwort stehen,
die sie an Banken gezahlt haben, andererseits wollen Politiker die
Finanzinstitute ihrer Länder konkurrenzfähig halten. Wenn führende
G20-Politiker öffentlich äußern, es könnten leicht international
verbindliche Regelungen für Banker-Einkommen eingeführt werden, täuschen sie
die Öffentlichkeit. Die Londoner G20–Empfehlung blieb nämlich genau in
diesem Punkt vage, weil jeder Politiker seine spezifischen Landes-Interessen
durchzusetzen versuchte. Gordon Brown etwa weigerte sich, eine konkrete
Vereinbarung zu unterschreiben, weil er seiner Londoner City nicht schaden
wollte. Und die französische Regierung veröffentlichte immer noch nicht die
sicherlich auch Klauseln über Bonus-Zahlungen enthaltenden Vereinbarungen, die
sie mit ihren staatliche Hilfe beanspruchenden Banken schloss.
Wirtschaftsministerin Lagarde verlangte bisher von der frz. Zentralbank nur
einen Bericht über Bonus-Zahlungen, den allerdings erst zum Jahresende. Der
13. 2009 August wird in den USA die Stunde der Wahrheit sein, an diesem Tag
werden mit staatlichen Geldern ausgestattete Banken die amerikanische Regierung
fragen, ob sie ihren leitenden Angestellten wieder Boni zahlen können. Die
öffentlich schon als Anti-Business-Regierung apostrophierte
Obama-Administration wird nach einem im Juli von der Justiz des Bundesstaates
New York publizierten Banken-Sündenregisters nicht einfach "ja" zu
neuen Bonus-Zahlungen sagen können. Der New Yorker Justiz-Bericht kommt zu
folgenden Schlüssen: "Als es den Banken gut ging, wurden ihre
Angestellten gut bezahlt. Als es den Banken schlecht ging, wurden ihre
Angestellten gut bezahlt. Und als es den Banken sehr schlecht ging und ihnen
mit öffentlichen Geldern geholfen wurde, wurden ihre Angestellten immer noch
gut bezahlt. Bei Boni und anderen Vergütungen gab es keine signifikanten
Änderungen im Hinblick auf das Betriebsergebnis". So zahlten im Jahr 2008
acht amerikanische Banken 33 Milliarden Dollar Boni an ihre Mitarbeiter, obwohl
sie Verluste in Höhe von 88 Milliarden Dollar gemacht hatten. Während
Politiker Bonus-Zahlungen an langfristige Leistungen der Banken knüpfen
wollen, versichern Banker wie der Generaldirektor der französischen BNP-Bank,
Prot, nichts sei mehr wie vor der Krise. Wenn sich die Regierungschefs bei der
nächsten G20-Konferenz nicht gemeinsam auf konkrete Änderungen bei
Bonus-Zahlungen verständigen, wird Monsieur Prot recht behalten: morgen wird
nichts mehr sein wie vor der Krise sein, es wird schlimmer werden!
(Übersetzt von Gerhard Kilper für die NachDenkSeiten)
Elf Jahre nach der Liberalisierung der Energiewirtschaft
machen sich mehr und mehr Kommunen daran, verlorengegangenen Einfluß auf die Energieversorgung zurückzugewinnen. (Die FAZ erklärt dies u.a. mit Sentimentalitäten) Im Münsterland, im Weserbergland und am Bodensee, im Hochsauerland und im badischen Müllheim werden Stadtwerke neu gegründet. Im schwarz-grün regierten Hamburg soll "Hamburg Energie" das Fernwärme- und Gasnetz von privaten Betreibern zurückkaufen und "grünen" Strom vertreiben. Bürgermeister Ole von Beust hat den Verkauf der HEW an Vattenfall vor acht Jahren einen Fehler genannt. In Leipzig verhinderten Bürger die Privatisierung ihres Stadtwerks durch eine Volksabstimmung. Schon 2003 hatten Dortmund und Bochum den Versorger Gelsenwasser von Eon für 830 Millionen Euro gekauft und damit rekommunalisiert. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. August 2009)
Wir brauchen Idioten, sonst frißt keiner das Gammelfleisch.. (Georg Schramm alias Lothar Dombrowsky)
Sind die Wirtschaftsweisen so unabhängig wie nötig?
10.08.2009 | Es gibt Indizien, die im Falle zweier Mitglieder des Sachverständigenrates daran zweifeln lassen. Der Vorsitzende des Gremiums, der Konstanzer Wirtschaftsprofessor Wolfgang Franz, steht der neoliberalen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) nahe. Die Initiative wirbt vehement für Privatisierung, Steuersenkungen und weniger Sozialstaat und wird für ihre intransparente PR-Arbeit kritisiert. Auch die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro, Professorin für Volkswirtschaftslehre in Mainz, steht der INSM nahe. Sie ist Herausgeberin eines Buchs der Initiative mit dem Titel »Chancen des Wachstums«. Weder di Mauro sitzt darüber hinaus im Aufsichtsrat der ERGO-Versicherungsgruppe. Die Tochterfirmen dieses Konzerns, wie die Hamburg-Mannheimer, bieten Altersvorsorgeprodukte an, die direkt abhängig sind von der Rentenpolitik der Bundesregierung – die auch von Weder di Mauro beraten wird. Daneben sitzt die Italo-Schweizerin seit 2006 im Verwaltungsrat des Schweizer Pharmakonzerns Roche. Laut dem Roche-Geschäftbericht 2008 erhielt Weder di Mauro, die dem Gremium noch bis 2010 angehören wird, für ihre Dienste im abgelaufenen Jahr insgesamt 300000 Schweizer Franken (ca. 196000 Euro) »Entschädigung« und weitere 60000 Franken »Aufwandsentschädigung« für die Mitgliedschaft in Unterausschüssen des Verwaltungsrats. Dem Bericht zufolge hielt die Wirtschaftsweise Roche-Aktien im Wert von über 20000 Euro. Weder di Mauros Engagement bei Roche ist deshalb problematisch, weil sich der Sachverständigenrat auch zu gesundheitspolitischen Fragestellungen äußert. (jW)
»Ausgewiesene Vertreter der Rüstungslobby stellen offenbar mittlerweile fast ein Viertel der ordentlichen Mitglieder des Verteidigungsausschusses« (Paul Schäfer, verteidigungspolitischer Sprecher der Linksfraktion)
Kein Vertrauen
in die eigenen und vor allem teuer bezahlten Mitarbeiter?
Bundeswirtschaftsminister Guttenberg hat das "Gesetz zur Ergänzung des
Kreditwesengesetzes" von der britischen Großkanzlei Linklaters aus-
arbeiten lassen - und zwar komplett. (Heribert Prantl, SZ vom 10.8.09)
Linklaters verdiente beim Aufbau des Casinos und nun beim Aufräumen. Das
nennt man wohl "Full Service". (Wolfgang Lieb, NDS)
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