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Welt retten


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..auf direktem Weg in den Faschismus

Der US-Journalist Chris Hedges sieht die USA nach den jüngsten Zwischenwahlen auf dem direkten Weg in den Faschismus. Die Zwischenwahlen haben gezeigt, daß die US-Politik ins Irrationale abdrif- tet. Auf der einen Seite steht die korrupte liberale Klasse, die ohne eigene Ideen nicht mehr in der Lage ist, angemessen auf den Zusammenbruch der Weltwirtschaft, den Abbau unseres Produktions- sektors und die tödlichen Anschläge auf unser Ökosystem zu reagieren. Auf der anderen Seite steht die Masse der zunehmend verbitterten Menschen, deren fortschreitende Enteignung Verzweiflung und Wut hervorruft und sie nach emotional verständlichen, aber völlig untauglichen politischen Auswegen suchen lässt. Das ist eine Mixtur, die zum Faschismus führt.

Mehr als die Hälfte derjenigen, die in einer Umfrage des den Republikanern nahestehenden Meinungs- forschungsinstituts Rasmussen Reports (www.rasmussenreports.com) als "Mainstream- Amerikaner" bezeichnet wurden, steht der Tea Party-Bewegung nahe (http://de.wikipedia.org/wiki/Tea-Party-Bewegung). Die andere Hälfte, welche die Welt noch einigermaßen realistisch betrachtet, ist passiv und apathisch. Die liberale Klasse vergeudet ihre Energie damit, Barack Obama und die Demokraten um wirksame Reformmaßnahmen wie Arbeitsbeschaffungsprogramme, die Regulierung und gericht- liche Überwachung der Finanzindustrie und die Umstellung der gegenwärtigen Kriegswirtschaft anzu- flehen. Die Anhänger der Tea Party-Bewegung wollen den Einfluß der Regierung auf die Bereiche Militär und Staatssicherheit beschränken und damit die Einteilung der US-Bevölkerung in Herren und Sklaven beschleunigen. Unbehelligt soll der Staat der Konzerne auch die Menschen und die Umwelt zur Ware machen dürfen, um sie bis zur Erschöpfung oder zum Zusammenbruch ausbeuten zu können.

Die Anhänger beider Seiten des politischen Spektrums sind Lakaien der Wall Street. Sie sind damit einverstanden, daß durch die fortlaufende Deregulierung (des Finanzsystems) die massiven Gewinne der Konzerne ständig steigen und ihre Manager sich durch obszöne Gehälter und Boni immer mehr bereichern können. Den größten Teil des Volkseinkommens – Hunderte von Milliarden Dollars – lenkt das US-Finanzministerium in die Taschen der Reichen ... Wir werden von riesigen Monopol-Konzernen regiert, die in weit größerem Maßstab die politische und wirtschaftliche Macht an sich gerissen haben als die alten Handelsgesellschaften des 17. und 18. Jahrhunderts. Die jährlichen Einnahmen des Wal- Mart-Konzerns (http://de.wikipedia.org/wiki/Wal-Mart) liegen bei rund 250 Milliarden Dollar und sind damit höher als die der meisten kleinen Nationalstaaten. Das von Konzernen finanzierte politische Staatstheater setzt sich zusammen aus scheinheiligen, unfähigen Liberalen, den traditionell reichen Eliten und einer entrechteten, verbitterten Unterklasse, die dazu aufgehetzt wird, auf die bankrotten liberalen Institutionen und die Regierung einzuschlagen, die sie einmal geschützt haben. Der Tea- Party-Mob wird von seinen Einpeitschern, die Marionetten der Konzerne sind, dazu verführt, seine Wut an wehrlosen Minderheiten auszulassen – an Einwanderern, Muslimen und Homosexuellen. Alle diese politischen Hofschranzen dienen jedoch nur den Interessen des von den Konzernen beherrschten Staates und der utopischen Ideologie der Globalisierung. Ihr soziales und politisches Credo lässt sich in dem Slogan zusammenfassen: "Der Markt wird es schon richten, und Geiz ist geil." » Alles lesen?

Auch Deutschland ist auf direktem Weg in den Faschismus. Es gibt genügend Hinweise. Man muß den Mainstream-Medien nur ins Papier und Politikern nur aufs Maul schauen: Sie lügen wie gedruckt.
Bei den Medien gibt es einen täglichen Output, eine Menge Material, anhand dessen man sehen kann, was sie vornanstellen und was sie ausblenden, wo sie stehen und welche Ziele sie verfolgen. Massen- medien haben nur eine Funktion: Die Leute von Wichtigem fernzuhalten. (Noam Chomsky)
Journalisten kommen ihrer Verantwortung nicht nach: Sie sind nicht die vierte Gewalt im Staat, son- dern Hofberichterstatter. Es ist ein ... Problem, daß sowohl politische Einrichtungen ... als auch die Medien von Großkonzernen finanziert werden. Wie sollen Fernsehsender über Kriege berichten, wenn sie vom Waffenhandel leben? Wie sollen Journalisten über die Ölkatastrophe schreiben, wenn BP für ihre Gehälter aufkommt? Wie über die Gesundheitsreform, wenn sie von Versicherungsgesellschaften bezahlt werden? (Amy Goodman)

Politik ist "Organisierte Kriminalität". Die Krisen der letzten drei Jahrzehnte hatten einen kriminellen Hintergrund, Wirtschaftskrisen wie Kriege. Politik wird von Politikern gemacht. Welche Politik genau, bestimmen Neoliberalismus-Fanatiker in Berlin, Brüssel und Washington. Entscheidungen werden nur noch zugunsten einer kleinen Minderheit getroffen.
Auch in Deutschland wird der größte Teil des Volkseinkommens vom Finanzministerium in die Taschen der Reichen gelenkt. Auch Deutschland wird von Konzernen regiert, die die politische und wirtschaft- liche Macht an sich gerissen haben.

Nicht nur Politik, auch die Wirtschaft ist "Organisierte Kriminalität". In der Finanzwirtschaft werden tagtäglich perfekte Verbrechen begangen die schon fast bewundernswert sind. Möglich machen diese Verbrechen - Politiker. Sie wissen es, sie wissen aber auch, daß sie nicht belangt werden können.

Politik wie Wirtschaft ist "Organisierte Kriminalität". Deutschland ist ein Schurkenstaat mit einer Schurkenwirtschaft. Kim Otto (Die Story), Jürgen Roth (Gangsterwirtschaft), Loretta Napoleone (Die Zuhälter der Globalisierung) und viele andere Autoren haben dies in ihren Filmreportagen und in ihren Büchern ausreichend belegt und bewiesen. (mat, 12.11.2010)

Bildung und Kriminalität

"Bessere Bildung führt zu deutlich weniger Verbrechen." So beginnt eine Pressemeldung, mit der die Bertelsmann-Stiftung Ende letzter Woche eine angeblich wegweisende Studie ankündigte. "Erstmals" hätten Horst Entorf, der am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main einen Lehrstuhl für Ökonometrie innehat, und sein Assistent Philip Sieger einen kausalen Zusammenhang zwischen unzureichender Bildung und Kriminalität nachweisen können, hieß es aus Gütersloh.

Blödsinn! Als ob ein Universitätsstudium einer kriminellen Karriere grundsätzlich im Weg stehen könnte. Bildung schützt nicht vor einem Abgleiten in die Kriminalität, vielmehr gibt es Bereiche, in denen Bildung sogar erforderlich ist, um kriminell zu werden oder aber durch sie in einen Beruf zu kommen, in dem man mit kriminellen Machenschaften Macht erhalten, gewinnen oder Profit machen kann. (Bettina Paul, Kriminologin, Institut für Kriminologische Sozialforschung)

Folgekosten höherer Bildung

Davon ist in der Studie aus Gütersloh keine Rede. Dabei böte doch die Wirtschafts- und Finanzkrise ausreichend Anlaß über die Folgekosten von höherer Bildung nachzudenken. Verglichen mit dem Rettungspaket, das wegen der kriminellen Aktivitäten studierter Finanzjongleure geschnürt werden mußte, fallen die Milliarden, welche die Bertelsmann-Stiftung gern sparen würde, kaum ins Gewicht.

Entorf und Sieger haben - denk ich mal - eine Auftragsarbeit durchgeführt. Ganz nebenbei bemerkt: Zu einem Schurkenstaat mit einer Schurkenwirtschaft gehören nunmal auch schmierige Professoren. (mat, 14.11.2010)

Fiatgeld (Fiat-Money)

Fiatgeld (auch Fiat-Money) ist Kreditgeld, bei dem seitens des Emittenten keine Einlöseverpflichtung (z. B. in Gold, Silber oder Kurantgeld) besteht und dessen Akzeptanz durch gesetzliche Vorschriften – wie die Erklärung zum gesetzlichen Zahlungsmittel – erreicht und sichergestellt wird. Heutiges Zentralbankgeld, wie beispielsweise Euro oder US-Dollar, ist Fiatgeld. » Quelle: Wikipedia

Seit 1913 war die Wachstumsgrundlage in Amerika die Schaffung von Schulden aus dem Nichts, ein Produkt der privaten Federal Reserve und eines Mindestreserve-Bankensystems gewesen. Im Rahmen eines solchen Systems wird es als sinnvoll erachtet, bis zu neunmal soviel zu verleihen, wie es die zu- grunde liegenden Vermögenswerte hergeben. Regierungen und Bürger kaufen wirtschaftliche Güter auf Kredit. Regierungen geben Anleihen heraus und Privatpersonen leihen Geld.

Heutzutage ist Geld nur eine Methode des Austausches, es ist nicht länger ein Wertaufbewahrungs- mittel, insbesondere in einer Umgebung von Null-Zinsraten. Ein wichtiges Merkmal des Geldes, seine Solidität zu behalten, ist die Golddeckung. Heute gibt es nur noch eine Währung, die irgendeine Golddeckung hat, und das ist der Euro mit einer Golddeckung von etwa 5%. Vor zehn Jahren betrug diese Deckung 15%, aber Gold wurde verkauft, um den Goldpreis zu unterdrücken, und das geschah in Verbindung mit der US-Regierung und vielen anderen Zentralbanken. Als Ergebnis haben wir eine Welt der im Wesentlichen wertlosen Fiat-Währungen. Die Welt steht ohne solides Geld da und als Folge hat Gold wieder seinen Platz als weltweite Reservewährung übernommen.

Finanzielle Tätigkeiten, die durch die Regierung und eine private Federal Reserve durchgeführt werden, führen zu der erweiterten Schaffung von Geld und Kredit, die die Einnahmen übersteigen. Das führt wiederum zu Inflation, vielleicht Hyperinflation, und einige Male schließlich zu deiner de- flationären Depression. Dies gilt insbesondere, wenn die Währung nicht durch Gold gedeckt ist. Mit der Federal Reserve wird solides Geld eine noch schwierigere Angelegenheit, weil sie unendlich viel Geld und Kredit schöpfen kann, wie wir seit dem 15. August 1971 erlebt haben. Was die Banken und die Federal Reserve getan haben, ist das Mindestreserve-Bankensystem zu benutzen, um den Reich- tum der Dollar-Eigentümer zu stehlen und zu enteignen. Ein solches System ist seinem Wesen nach ungesund. Es gibt nichts derartiges wie volles Vertrauen und voller Kredit (full faith and credit), denn es ist nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben steht, egal ob es durch eine Federal Reserve oder die Regierung ausgestellt wird. Dieses ungedeckte Fiat-Geld führt zur Knechtschaft, da es ständig weniger Wert trägt, und die Entdeckung dieser Tatsache führt zu Kriege und totalitäre Regierungen. » Alles lesen? Autor: Bob Chapman , Übersetzung von Lars Schall

Ackermann soll die (Finanz-) Welt retten

Josef Ackermann (62), Chef der Deutschen Bank, als Berater von Obama, Merkel (absolut Ackermann- hörig, der wiederum läßt keinen Fettnapf aus), Sarkozy und Co. Das ist nur sehr schwer vorstellbar!
Der umstrittene Schweizer (Banker) ist zum Treffen der G20 nach Seoul eingeladen. Dort wollen nächste Woche (akt.Datum 11.11.2010) die Regierungschefs der 20 größten Industrie- und Schwellen- länder über die drängendsten Problemen der Menschheit nachdenken. Über 100 Banker und Manager wollen mit dabei sein. Ackermann soll eine Arbeitsgruppe leiten. Thema: Wie können die Länder ihre Konjunkturprogramme nach der Krise wieder zurückfahren? Der Abzocker, Man of disaster als Retter?

Zu viel Volk führt zu schlechten politischen Entscheidungen?

Im Zusammenhang mit den Demonstrationen zu Stuttgart 21 und zum Castor Transport/zur Verlänge- rung der Laufzeiten der Atomkraftwerke wird von Medien und Politikern jetzt vermehrt und kräftig davor gewarnt, bei politischen Entscheidungen allzu viel auf das Volk zu hören. „Zu viel Volk schadet Deutschland“ schrieb der ehemalige Chefredakteur des Managermagazins Wolfgang Kaden und warnt vor der Belebung von Volksentscheiden. „Blockade Republik Deutschland“ intoniert der Spiegel in einem Video. In anderen meinungsführenden Medien wird eine ähnliche Musik gespielt. Es wird darauf verwiesen, daß die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes bewußt und überlegt auf eine parlamentarische Demokratie gesetzt haben. Vor diesem Hintergrund ist es sicherlich nicht verboten, die Frage zu stellen, ob „mehr Volk Deutschland schadet“. Aber die Antwort wird bei sachlicher Prüfung anders ausfallen, als sich die Warner vor zu viel Volk dies zurecht legen. Denn im jetzigen Zustand bringt das parlamentarische System nachweisbar zu viele falsche und zerstörerische Entscheidungen. Albrecht Müller

Die Qualität politischer Entscheidungen leidet heute nicht zu aller erst unter der mangelnden Weisheit des Volkes; sie leidet vor allem unter
1. dem Einfluß großer Interessen und ihrer Lobby,
2. sogar unter massiver politischer Korruption,
3. unter dem Verschwinden kritischer Medien und dem Zusammenspiel der Medien mit Lobby und Politik,
4. und unter der mangelnden Qualität der Politiker und des verbliebenen Apparats.

Es gab Verschiebungen in den Entscheidungsabläufen, die das parlamentarische System der Willensbildung und Entscheidungsfindung in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen, als es den Autoren des Grundgesetzes präsent war. So ist die Ministerialbürokratie in Quantität und Qualität eingedampft worden. Zum Ersatz wird im Gesetzgebungs- und Willensbildungsprozess direkt auf Lobby und Verbände zurückgegriffen. Verbände besetzen Abteilungsleiterposten in den Ministerien, so im Gesundheitsministerium. Rechtsanwaltskanzleien, die mit der Finanzwirtschaft verbunden sind, schreiben weite Teile der Gesetze und Verordnungen zum Bankenrettungsschirm. Mit der Lobby verbundene Rechtsanwälte berieten 2005 erheblich bei der Konzeption des ÖPP-Beschleunigungs- gesetzes. Leihbeamte von Verbänden sitzen in den Ministerien. Verbände wie die Pharmaindustrie sponsern die Öffentlichkeitsarbeit von Ministerinnen und Ministern. In Kungelrunden zwischen Bundeskanzlerin und Energiewirtschaft werden Entscheidungen über die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke getroffen, usw.
Das sind Zustände, die sich die Autoren des Grundgesetzes so sicher nicht haben vorstellen können.
» Weiterlesen auf den NachDenkSeiten?

Aufschwung-Jubel im Spiegel vor kaum einem Monat

Und schon sinken die Industrieumsätze wieder. Der Aufschwung in der deutschen Industrie verliert spürbar an Tempo: Die Industrieumsätze sind im September deutlich gesunken – vor allem der Maschinenbau beklagt ein großes Minus. Gleichzeitig steigt die Zahl der Firmenpleiten. Quelle: sieh an, der Spiegel vom 09.11. und nicht Rainer Brüderle, der Wirtschaftsminister. Seine Botschaften vor einem Monat [Wirtschaftswunder, Aufschwung XXL, wir sind besser als andere Länder, Arbeitskräfte werden knapp, Zuwanderung ist nötig, der Aufschwung ist eine Folge meiner Reformpolitik (Gerhard Schröder)], hörte und las ich wohl, jedoch mir fehlte der Glaube. (mat, 10.11.2010)

Castor-Schutz

Atomkonzerne sollen zahlen

„Wir fordern eine Sicherheitsgebühr von 50 Millionen Euro von den Atomkonzernen“, sagte der Vor- sitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Es sei nicht hinnehmbar, daß die Atom- industrie jedes Jahr Milliardengewinne einstreiche, die Kosten für die Sicherheit beim Transport von Atommüll aber beim Steuerzahler ablade.
„Die Entsorgung von Brennstäben ist ein Teil des Betriebs von Atomkraftwerken, für den die Konzerne verantwortlich sind“, begründete Wendt. Der Transport der Castor-Behälter sei nichts anderes „als ein Schwertransport, wie er täglich auf deutschen Autobahnen stattfindet“. Für dessen polizeiliche Sicherung müßten Unternehmen aber ebenfalls bezahlen.
Nach Angaben Wendts kostet der Castor-Transport den Steuerzahler weit über 50 Millionen Euro. Allein Niedersachsen entstünden für den Polizeieinsatz Sonderkosten von „etwa 25 Millionen Euro für Unterkünfte, Verpflegung, Sachmittel sowie die anfallenden Überstunden der Polizisten“. „Die eigent- lichen Personalkosten für den Einsatz der mehr als 16000 Polizisten von Bund und Ländern müssen für eine ehrliche Gesamtbilanz aber noch hinzugerechnet werden“, betonte er. Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, 05. November 2010

Das ist der Punkt: Läßt man die Atommafia zahlen, dann bleibt von den Milliardengewinnen nichts mehr übrig. Es gäbe keine Millionengehälter für die Bosse, keine Spendengelder für die politischen Parteien, kein Schmiergeld. Das könnte ein Grund dafür sein, Kernkraftwerke bis zum Bersten der Druckbehälter weiter zu betreiben. Den Abriß von AKWs kann keiner bezahlen - auch die Konzerne nicht. (mat, 09.11.2010)

Die Steuerzahler haben einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge seit 1960 rund 80 Milliarden Euro Subventionen für die Kernenergie bezahlt, berichtete die Frankfurter Rundschau (Dienstagausgabe, 09.11.2010).

Geschichte wiederholt sich nicht, höchstens als Farce,

meinte einst Karl Marx. Mit jeder neuen Generation wiederholt sich Geschichte. Die Mächtigen heute haben den Neoliberalismus zu ihrer Religion, zur herrschenden Lehre im Interesse einer Minderheit gemacht. Eine Lehre dessen Theorie bezüglich ihres Realitätsgehalts nichts, außer einen erschrecken- den Realitätsverlust aufweist - anzusehen in s.g. Expertenrunden bei Anne Will und Frank Plasbergs "hartaberfair" (ARD) sowie bei Maybritt Illners Politshow im ZDF. Die negativen Auswirkungen dieser Herrschaftsideologie erleben wir jeden Tag - so richtig spürbar jedoch erst seit dem Fall der "Berliner Mauer".
Neoliberalismus-Fanatiker haben uns in den letzten zwanzig Jahren ungeheuerliche und unglaubliche Katastrophen und Krisen beschert. Neoliberalismus ist zweifellos Faschismus. Ich, der Autor dieser Seiten, von "Tatort Wort" meine: Vom Neoliberalismus profitiert nur die "Organisierte Kriminalität". Jede Krise der letzten Jahrzehnte hatte einen kriminellen Hintergrund - Wirtschaftskrisen wie Kriege. Wer will das bestreiten?

Möglich ist das alles, weil die westliche Gesellschaft zu einem großen Teil nicht wirklich wissen will, was auf dieser, unserer schönen Erde vor sich geht. Achtzig Prozent der Deutschen wissen nicht was Neoliberalismus, was Faschismus oder was Demokratie überhaupt ist, -wissen nicht wer Frau Merkel ist, -wissen nicht warum die USA im Irak und Afghanistan Kriege begonnen hat, -wissen nicht warum Deutschland daran teilnimmt, -wissen nicht wo sie den Hindukusch suchen müßten, würden sie danach gefragt, -wissen rein gar nichts über China, -wissen nichts über ihre Nachbarn türkischer Herkunft, -wissen nichts über den Islam. Achtzig Prozent der Deutschen wissen eigentlich überhaupt nichts, sie sind so geBILDet wie Zaunpfähle. Und weil dem so ist, sind Rechtspopulisten und Faschisten derzeit in der Lage ihnen einzureden, sie bräuchten wieder einen starken Führer. In einigen EU-Ländern ist man schon weiter als in Deutschland: entweder Faschisten regieren dort oder sie regieren mit.
(mat, 6-11-2010)

Die neue christliche Leitkultur in diesem Lande,

besonders verfochten von Unions-Christen samt Nachwuchs, nimmt immer mehr Konturen an. Das Kleinbürgertum und seine Vorbilder hetzen gegen Menschen, die der deutschen Christennorm nicht entsprechen. Die Hemmschwelle, sich in der Nähe von Rassisten zu positionieren, wird in Europa immer geringer. Innerhalb unserer Grenzen kommuniziert die Politik ihre Entscheidungen zugunsten mächtiger Wirtschaftsinteressen durch Polizeigewalt (Beteiligungen des Militärs laufen als Amtshilfe).

In diesem Jahr hat sich das Spektrum jener Bevölkerungsgruppen, die mit der "Staatsgewalt" am eigenen Leibe Erfahrungen machen, erheblich ausgeweitet. Das ist auch der Polizeigewerkschaft nicht mehr ganz geheuer, während die "Liberalen" die neuen Verhältnisse offenbar ganz in Ordnung finden. Wer glaubt, die Verfassung sei ein hinreichender Schutz gegen eine Entwicklung hin zum autoritären Staat, sollte dringend seine gemütlichen Gewissheiten überdenken. » Peter Bürger Die Verfassungs- feinde sind auf dem Vormarsch, aber das wird in keinem Verfassungsschutzbericht vermerkt.

Minipaxminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat sich auf der sogenannten Berliner Sicherheits- konferenz ganz offen zu den Aufgaben der Bundeswehr geäußert. »Die Sicherung der Handelswege und der Rohstoffquellen sind ohne Zweifel unter militärischen und globalstrategischen Gesichtspunk- ten zu betrachten«, sagte der Freiherr am Dienstag (09.11.2010). Der Zusammenhang von regionaler Sicherheit und Wirtschaftsinteressen in unserem Lande sollte »offen, ohne Verklemmung« aus- gesprochen werden. In diesem Zusammenhang äußerte Guttenberg sein Befremden an der heftigen Kritik, die dem früheren Bundespräsidenten Horst Köhler entgegengeschlagen war, als er diesen Zusammenhang von nationalen Wirtschaftsinteressen und Sicherheitspolitik »offen ausgesprochen« habe. Der Verteidigungsauftrag der Bundeswehr soll also in einen offensiven Interventionsauftrag zur Durchsetzung deutscher Wirtschaftsinteressen uminterpretiert werden. Das Grundgesetz erlaubt aber keine Wirtschaftskriege.

Diese Blaublüter: Vor hunderten von Jahren überfielen sie zu Fuß oder hoch zu Roß noch Postkutschen. Sie raubten die Post und sie raubten die Reisenden aus. So wurden sie vermögend. Heute nehmen sie sich die Bundeswehr. (mat)

Wild spekulierende Geldhäuser haben die Welt erschüttert

und sie legten danach sofort ein neues Fundament für eine neue Krise. Sie haben, so liest man, nur die Branche gewechselt. Statt Immobilienblasen erzeugen sie jetzt Rohstoff- und Nahrungsmittel- blasen. Auch daß jetzt Landwirte von ihren Äckern vertreiben werden ist ihr Werk.
Deutschen Politikern fehlt es an Intelligenz. Sie haben das Spiel der Banken einfach nicht verstanden und sind deshalb nicht in der Lage gewisse Regeln zu ändern. Die nächste Krise für den Euroraum ist daher programmiert und schon nicht mehr aufzuhalten. Politiker sind unfähig. Sie sollten die Finanz- wirtschaft als Dienstleister der Realwirtschaft sehen. Das erfordert intelligente Politiker, die bei den Mechanismen der Finanzwirtschaft den Durchblick haben und keine die mit den Bankern kollaborieren um zu partizipieren. Solche Politiker haben wir in Deutschland, besser: in ganz Europa nicht. (mat)

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