www.tadema.de
Erbrecht


Start | Inhalt | Autor | Colitis ulcerosa | Buch

[]

Hier an dieser Stelle will ich nach Abschluß eines Verfahrens eine wahre Geschichte erzählen. (mat)

Es ist so weit!

Ein Kriegsteilnehmer, ein Soldat, genauer: ein Marinesoldat kommt aus der russischen Kriegsgefangenschaft, von Sibirien zurück. Ein kleiner Mann, vor dem Krieg ein Energiebündel, kommt nach Hause zu Frau und Kind, sein Körpergewicht beträgt gerademal 35 Kilo und er hat schwer Typhus. Nach langen Jahren Krieg und Kriegsgefangenschaft sieht er Frau und Kind wieder. Das Kind, ein kleiner Junge, geht mittlerweile zur Schule, kennt seinen Vater nicht, akzeptiert ihn als solchen auch nicht. Der Vater berappelt sich, wird wieder gesund. Aus seiner Geburtsstadt, dem völlig zerbombten Emden holt er mit einem Handkarren und Fahrrad die ersten Steine und beginnt auf dem Land ein Haus zu bauen. Im April 1948 werde ich geboren. Zum Leidwesen meines Bruders bin ich immer krank. Das Haus auf dem Land, ein schönes Haus, baut der Vater fertig. Auf der Insel Borkum baut er die Oppermann und die Freytag-Siedlung mit auf. Er ist Zimmermann. Den im Krieg erlernten zweiten Beruf, den eines Lotsenkapitäns kann er nicht ausüben. Durch das Studium bei Kerzenlicht war er Farbenblind geworden.
Auf Borkum baut der Vater, wenn man so will ganz nebenbei, ein weiteres Haus für seine Familie. 1963 ziehen wir mit Sack und Pack aber ohne meinen Bruder auf die Insel. Auf der Insel werde ich endlich gesund und kann 1964 eine Berufsausbildung beginnen. Mutter und Vater machen aus dem Haus eine Pension und bald ist das Haus schuldenfrei und kleiner Wohlstand stellt sich ein.
Der Bruder lebt seit Jahren im Schwarzwald ist verheiratet und hat Kinder. Er ist Kaufmann geworden und entdeckte irgendwann, wie gut es sich vom Geld anderer Leute leben läßt. Heute weiß ich, daß er schon mit 17, 18 Lebensjahren seine kriminelle Energie entdeckt haben muß. Mein Bruder hat viele Menschen mehr als nur unglücklich gemacht, stand viele Male vor einem Richter, kam aber immer mit einem blauen Auge davon. Der Vater sagte mir immer: "Dein Bruder ist wie eine Katze, der fällt immer auf die Füße."
1975 stirbt der Vater auf Borkum. Als ich nach Hause komme (ich lebte seit 1969 wieder auf dem Festland) ist der Bruder schon da und er hatte schon ganze Arbeit geleistet: Die Pension soll verkauft werden, die Mutter will in den Schwarzwald ziehen. Dort soll die Mutter in ein Altersheim abgeschoben werden und mein Bruder will ihr Vermögen verwalten. Die Mutter hat das Haus zwar verkauft und sie ist auch in den Schwarzwald zu ihrem erstgeborenen Sohn gezogen, all mein Reden, das doch bitte sein zu lassen, war vergeblich. Die Mutter ging ein Jahr lang durch die Hölle. Ihr Ältester wollte an das Geld und ich verhinderte das. 1976 zog die Mutter in die Heimat zurück und sie wurde hier in Emden 84 Jahre alt. Im Herbst 2002 bittet mich die Mutter nach Emden zu kommen, in ihrem Haus zu leben und sie zu versorgen. Im Frühjahr 2003 stirbt sie gläubig und in Würde.

Diese Würde wurde ihr nun von Richtern am Landgericht Aurich genommen. Die Mutter hatte ein Testament gemacht, sie hatte ihren letzten Willen aufgeschrieben und beim Amtsgericht Emden hinterlegt. Anwälte und Richter sagen heute: ..was da drin steht kommt so im Erbrecht nicht vor.
Die Mutter macht mich ihren jüngsten Sohn zum Haupterben und meine beiden Töchter zu Nacherben. "Mein ältester Sohn soll sein Pflichtteil bekommen, abzüglich der Summe um die er mich betrogen hat" schreibt sie. Nach vier verschleppten Prozeßjahren (jedes Jahr wird ein Gutachten gefordert) bekommen der Richter und mein Anwalt wohl Gewissensbisse. Mein Anwalt legt sein Mandat nieder und der Richter gibt das Verfahren an einen Kollegen ab, der wie sich herausstellt Zyniker und wohl auch der "Richter Gnadenlos" von Aurich ist. Der geht mit dem Verfahren ins fünfte Jahr und weil ich mich weigere einen neuen Anwalt zu benennen ist er gezwungen zu einem Urteil zu kommen. Zu einem Urteil, daß bereits am ersten Verhandlungstag vor fünf Jahren feststand. Ich kann jetzt berichten, daß ich ein Urteil in Händen halte, übrigens ein Urteil in dem jegliche Begründung fehlt und der nur einen Satz enthält: Der Beklagte hat den Betrag von so-und-soviel-tausend Euro sofort an seinen Bruder zu zahlen.

Am Heiligabend, Weihnachten 2000 beginnt die Mutter zu erzählen. Ende der 60er Jahre leiht sich der älteste Sohn bei seinem Vater 50.000 D-Mark, fährt damit nach Bad Zwischenahn ins Casino und verspielt das Geld. Der Vater sieht das Geld nie wieder. Der Vater fuhr vor dem 2. Weltkrieg auf holländischen Schiffen zur See. Die Holländer überwiesen dem Vater die in Holland beantragte Rente in bar. Der Vater legte das Geld, 50.000 D-Mark, auf ein Sparbuch. Dieses Sparbuch lag zusammen mit zwei weiteren Sparbüchern, angelegt für seine Enkelkinder, meine Töchter, im Schlafzimmerschrank der Eltern. Nach Saisonende 1975, mein Bruder hatte sich wochenlang im Hause und auf der Insel herumgetrieben, waren diese Sparbücher verschwunden und sind auch nie mehr aufgetaucht. Die Mutter nahm nun an, ihr Ältester habe die Bücher genommen, also gestohlen. Das sei der Grund gewesen, warum sie ihm zu Beginn der 80er die von ihm gewünschten 50.000 D-Mark nicht gegeben habe, stattdessen für die gleiche Summe bei der Bank gebürgt habe.

Nun, mein Bruder dachte nicht im Traum daran, den Kredit bei der Bank in Emden zurückzuzahlen. Irgendwann forderte die Bank dann eine Summe von zirka 70.000 D-Mark von der Mutter, der Bürgin. Meine Mutter löste den Kredit ab und war um 70.000 D-Mark ärmer. Der Kreditnehmer, mein Bruder, der hatte nun ein Haus in Spanien.
Nach dem Tod der Mutter stoße ich dann beim ordnen ihrer Papiere und Konten auf unauffindbare 125.000 D-Mark. Das Wissen darüber hat die Mutter wohl mit ins Grab genommen. 1975 hatte mein Bruder 500.000 DM Schulden und einen Bungalow im Badischen. Letzteres wurde zwangsversteigert und brachte 350.000 DM. Mein Bruder aber war schuldenfrei.

Ein Richter am Landgericht in Aurich belohnt den Bruder für den Betrug begangen an der eigenen Mutter nun mit weiteren zigtausend Euros.

Die Erblasserin, meine Mutter, bestimmt in ihrem handschriftlichen Testament, daß ich ihr Haus und alles Inventar erhalten (im Sinne von bewahren) soll. Und sie bestimmt, daß ich weder Haus noch Antiquitäten verkaufen darf. Nach meinem Tod sollen meine Töchter alles bekommen. Die Mutter möchte nicht, daß derjenige, der sich bereits alles genommen hat, auch noch das was übrig geblieben ist bekommt. Das sieht das Landgericht in Aurich ganz anders und so spielt der Richter eben Gott und sagt: Es gibt ein Leben vor dem Tod und es gibt ein Leben nach dem Tod. Vor dem Tod der Mutter war es dem Erstgeborenen möglich diese zu beklauen, nach ihrem Tod kann er das ja nicht mehr. Da aber noch immer etwas zum Verteilen da ist, verteile ich das mal. Ein Teil geht an uns (Gericht u. Anwälte). Ein weiterer Teil geht an den Dieb. Damit ich das durchziehen kann, muß ich den jetzigen Erben enteignen.

Zum Schluß

Im Grundgesetz heißt es: "Die Würde des Menschen ist unantastbar", Blödsinn, nichts ist leichter als die Würde eines Menschen in den Dreck zu treten. Das Grundgesetz lügt! Derjenige, der eine Tüte Gummibärchen stiehlt, wird zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Derjenige, der Millionen stiehlt, veruntreut oder an der Steuer vorbei ins Ausland schafft, bekommt einen Freispruch Erster Klasse. Warum ist das so? Nun, niemand macht ein Gesetz gegen sich selbst. (mat)

Erblasser und Erben aufgepaßt!

Erblasser, wenn sie etwas zu vererben haben, dann gehen sie um Gotteswillen zu einem Notar, niemals zu einem Anwalt, etwa um sich beraten zu lassen. Wenn sie etwas zu vererben haben, dann setzen sie gemeinsam mit einem Notar ihren sogenannten letzten Willen auf. Nur so wird das Ding wasserdicht. Richter und Anwälte machen sich sonst später einen Spaß daraus ihr Testament zu verreißen und ein bestehendes Vermögen umzuverteilen. Ein Richter tut das für den Staat, der Staat gibt ihr Vermögen den Reichen. Ein Anwalt tut das für sein Haus, sein Auto, sein Boot, sein Pferd.

Erben ist eine tolle Sache. Denken sie an Gunter Sachs. Wenn Geschwister erben, dann sollten sie sich sofern Streit um das Erbe ausbricht, in jedem Fall untereinander, also außergerichtlich einigen.
Ist das nicht möglich und Erben ziehen vor Gericht, so sind sie dort keineswegs in Gottes Hand, nein, sie sind nun unter Geiern. Erben, lassen sie es sich sagen: Wir leben in einem Schurkenstaat und wir haben eine Schurkenwirtschaft und ein Großteil der Anwälte sind Schurken die anderen Schurken zuarbeiten. Schurken, deren Maxime ist: "Wir wollen alles!"

Seitenanfang


©Tadema 99-2009 [ www.tadema.de ] [ ]